netzwerkindustrie

Netzwerk Industrie

Die Stärkung regionaler Wirtschaftsräume erfordert fundierte Analysen und zielgerichtete Maßnahmen. Das Behrend-Institut verbindet wissenschaftliche Methoden mit praktischer Expertise, um Kommunen und Regionen bei ihrer strategischen Entwicklung zu unterstützen. Seit 2009 haben wir zahlreiche Projekte durchgeführt, die wirtschaftliche, soziale und demografische Faktoren ganzheitlich betrachten und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger ableiten.

    • Untersuchungen zu Bevölkerungsentwicklung und deren Auswirkungen auf regionale Wirtschaftsstrukturen, Einzelhandel und Wohnungsmärkte

    • Detaillierte Studien zu regionalen Schlüsselbranchen mit Fokus auf Innovationspotenziale und zukunftsfähige Geschäftsmodelle

    • Bedarfsanalysen und Machbarkeitsstudien für nachhaltige Flächennutzung, Gewerbeansiedlung und Infrastrukturentwicklung als Basis strategischer Standortpolitik

Regionalanalysen für zukunftsfähige Standorte

Von der Datenauswertung zur strategischen Standortentwicklung

Die regionale Konjunkturforschung ist seit Gründung des Behrend-Instituts ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit. Erfahren Sie zum Beispiel mehr über die aktuelle konjunkturelle Entwicklung im Netzwerk Industrie in Hessen und der Metropolregion FrankfurtRheinMain.

IHK-Industrieportal

Nachdem seit 2013 das Behrend-Institut für das Industrie-Journal der IHK Frankfurt am Main regelmäßig branchenbezogene Konjunkturanalysen für Hessen bzw. die Metropolregion FrankfurtRheinMain durchgeführt hat, steht seit Anfang 2025 nun das Industrieportal der IHK Frankfurt am Main zur Verfügung. Auf der Grundlage der drei Mal im Jahr stattfindenden IHK-Konjunkturumfragen, der aktuellen Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit sowie umfassender Analysen der unterschiedlichen Branchen des Netzwerks übernimmt das Behrend-Institut die Konjunkturberichterstattung im IHK-Industrieportal.

⁣Industrie-Portal – IHK Frankfurt am Main

Frühere Versionen des Industrie-Journals der IHK Frankfurt am Main

⁣Industrie-Journal (eingestellt) – IHK Frankfurt am Main

Industriepolitische Analysen

Seit Jahrzehnten befindet sich die Industrie in Deutschland in einem strukturellen Veränderungsprozess. Spätestens seit Mitte der 1970er-Jahre führten veränderte Marktbedingungen – angebotsseitig etwa durch die Ölkrisen, nachfrageseitig durch sich wandelnde Kundenanforderungen – dazu, dass Kapitalintensivierung und Mechanisierung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industriebetriebe an Bedeutung verloren und dafür Flexibilität und Spezialisierung in den Vordergrund rückten. Die Industriebetriebe begannen, sich verstärkt auf ihr Kerngebiet zu fokussieren und einzelne, für die strategische Ausrichtung weniger relevante Berei che wurden zunehmend an Dienstleistungsunternehmen outgesourct. Schließlich kam es vor allem nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ und dem Entstehen neuer, attraktiver Absatz- und Produktionsstätten verstärkt zu einer Verlagerung von Betriebsteilen in das bezüglich der Fertigungskosten kostengünstigere Ausland. Alle diese Faktoren habe dazu geführt, dass vor allem im Verlauf der 1990er-Jahre die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland Damit verschlechterte sich auch die öffentliche Wahrnehmung der Industrie als Arbeitgeber und die Unterstützung für gute Standortbedingungen für die Industrie ließ nach. Nicht ausreichend wahrgenommen wird, dass seit Beginn des 21. Jahrhunderts die Beschäftigung in der Industrie wieder deutlich zugenommen hat.

Nicht zuletzt um die Wahrnehmung der Industrie in der Öffentlichkeit zu stärken und einen Beitrag zur Verbesserung der Standortbedingungen für die heimische Industrie zu leisten hat das Behrend-Institut im Auftrag der Initiative PERFORM – Zukunftsregion FrankfurtRheinMain die Publikation „Der Industriestandort FrankfurtRheinMain – Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven“ erstellt. Darin werden unter anderem die industrielle Vielfalt in den jeweiligen IHK-Bezirken der Metropolregion demonstriert, auf den Strukturwandel im Netzwerk Industrie näher eingegangen und – neben einer Bewertung der Standortbedingungen aus Sicht der Unternehmen – auf die größten Herausforderungen für die industrielle Zukunft in FrankfurtRheinMain eingegangen.

Link zur Studie: Der Industriestandort Frankfurt Rhein Main

Grundlagenforschung zum Netzwerk Industrie

Aufgrund der strukturellen Veränderungen in der Industrie ist eine „saubere“ statistische Trennung zwischen Industrie und Dienstleistungen nicht mehr möglich; vielmehr lässt sich besser von einem „Netzwerk Industrie“ aus verarbeitendem Gewerbe und industrienahen Dienstleistern sprechen. Auch Handwerksunternehmen und Unternehmen des handwerksähnlichen Gewerbes, meist kleine und mittelständische Unternehmen, sind Teil des verarbeitenden Gewerbes und damit Teil dieses Netzwerks Industrie. Innerhalb der Region Frankfurt RheinMain sind derzeit rund 1,2 Millionen Personen im Netzwerk Industrie sozialversicherungspflichtig beschäftigt – und damit nahezu jeder zweite Beschäftigte.

Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat das Behrend-Institut den Grundstein für die statistischen Abgrenzung des „Netzwerks Industrie“ sowie der „industrienahen Dienstleistungen“ gelegt, die heute in der Wirtschaftsforschung in Deutschland zumeist vorgenommen wird. Im Auftrag der IHK Frankfurt am Main wurde hierzu die Studie „Industrie und industrienahe Dienstleistungen in der Region FrankfurtRheinMain“ erstellt.

DIW Berlin: Industrie und industrienahe Dienstleistungen in der Region FrankfurtRheinMain : Studie im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main

Eine übersichtliche und kompakte Darstellung der zentralen Ergebnisse der Studie mit dem DIW wurde vom Behrend-Institut für die IHK-Frankfurt am Main erstellt.

⁣Das Netzwerk Industrie in FrankfurtRheinMain – IHK Frankfurt am Main

Zudem wurde gemeinsam mit dem DIW die industrielle Entwicklung in Großstädten unter anderem mit Blick auf Wertschöpfung und Produktivität unter die Lupe genommen.

Wochenbericht 32/33 / 2017

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